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geboren 25. Februar 1940

Bechara Boutros Raï

Mar Bechara Boutros Cardinal al-Rahi · Béchara Pierre Raï

Maronitischer Patriarch von Antiochien und des gesamten Ostens · Kardinal

Geboren in
Himlaya (Libanon)
Gedenktag
Bekannt für
  • 77. Maronitischer Patriarch von Antiochien (gewählt 2011)
  • Kardinal der römisch-katholischen Kirche seit 2012
  • Mönch des Maronitischen Marianischen Ordens
  • Politische Vermittlerrolle in Libanon-Krisen
  • Sitz: Bkerké (Libanon)

Bechara Raï wurde 1940 in Himlaya, einem Dorf im libanesischen Metn-Gebirge nordöstlich von Beirut, geboren. Mit 22 Jahren legte er die Profess im Maronitischen Marianischen Orden ab. Theologie und Kanonisches Recht studierte er in Rom an der Päpstlichen Universität Urbaniana.

Nach Jahrzehnten als Bischof von Jbeil (Byblos) wurde er am 15. März 2011 zum 77. Patriarchen der Maroniten gewählt, als Nachfolger des langjährig amtierenden Nasrallah Sfeir. Papst Benedikt XVI. nahm ihn ein Jahr später in das Kardinalskollegium auf.

Der maronitische Patriarch trägt traditionell den Beinamen Boutros (Petrus) zu Ehren des Apostels Petrus, der nach maronitischer Tradition das antiochenische Patriarchat begründete. Sein Sitz ist Bkerké, in den Bergen oberhalb von Jounieh — ein Ort mit enormer politischer Symbolkraft im Libanon.

Politisch ist die Rolle eines maronitischen Patriarchen einzigartig: In der konfessionellen Verfassung des Libanon, in der das Staatspräsidentenamt verfassungsgemäß einem Maroniten vorbehalten ist, gilt Bkerké als moralische Instanz, die in Krisen vermittelt — quer durch die konfessionellen Fronten zwischen Sunniten, Schiiten, Christen und Drusen.

Die maronitische Kirche zählt weltweit etwa 3,5 Millionen Gläubige, mit großen Diasporagemeinden in Brasilien, den USA, Argentinien, Australien und Europa — darunter sechs Gemeinden in Deutschland (Frankfurt, Hannover, Hamburg, Bremen, Berlin, Düsseldorf).